Sportangebote der Krankenkassen

Lesen Sie hier, welche Gesundheitskurse die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen – und welche nicht. Die Sportangebote der Krankenkassen im Überblick. Die Krankenkasse bezuschusst oder übernimmt nicht nur Maßnahmen wie Physiotherapie oder Reha-Sport, sondern auch Präventionskurse. Aber nur unter bestimmen Voraussetzungen. Hier erfahren Sie, welche Gesundheitskurse die Krankenkasse bezahlt.

Was ist ein Präventionskurs?

Präventionskurse sind Kurse, in denen die Teilnehmer motiviert und befähigt werden, etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Nach dem Ende der Maßnahme sollen die Teilnehmer das neue Wissen und die neuen Fertigkeiten selbstständig weiter anwenden und in ihren (beruflichen) Alltag integrieren. Die Krankenkassen bezuschussen die Primärpräventionskurse unter bestimmten Voraussetzungen. So muss der Anbieter des Kurses eine Qualifikation vorlegen und die Wirksamkeit des Konzepts muss nachgewiesen sein. Zu folgenden Themen gibt es Krankenkassen-Programme:

Präventionskurse rund um die Bewegung: Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivitäten; Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme. Kursbeispiele: Aquafitness, Kindersport, Nordic Walking, Rückengymnastik, Wirbelsäulengymnastik.

Präventionskurse zum Thema Ernährung: Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung oder Übergewicht. Kursbeispiele: Ausgewogene Ernährung – darauf kommt es an, Gewichtsmanagement verbessern.

Präventionskurse zum Umgang mit Stress: Förderung der Stressbewältigungskompetenz und Entspannung. Kursbeispiele: Autogenes Training, Hatha Yoga, Progressive Muskelrelaxation, Qigong, Stressmanagement, Thai Chi, Yoga.

Präventionskurse zum Handlungsfeld Suchtmittel: Förderung des Nichtrauchens, gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol, Reduzierung des Alkoholkonsums.Kursbeispiel: Endlich Rauchen aufhören.

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Zahlt die Krankenkasse das Fitnessstudio?

Die Krankenkasse übernimmt generell nicht die Kosten für das Fitnessstudio. Sie bezuschusst nur die sogenannten Primärpräventionskurse zu den oben genannten Handlungsfeldern (Bewegung, Ernährung, Stress, Sucht). Es gibt jedoch Ausnahmen. So zahlen viele Krankenkassen auch für Bewegungsangebote in Fitnessstudios oder Sportvereinen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse nach den Konditionen. Hier eine Liste der Angebote, die die Krankenkasse nicht übernimmt:

  • Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen
  • Maßnahmen zum Erlernen einer Sportart
  • Trainingsprogramme mit einseitigen körperlichen Belastungen
  • Massagen
  • Maßnahmen von Anbietern, die ein wirtschaftliches Interesse am Verkauf von Begleitprodukten (zum Beispiel Diäten, Nahrungsergänzungsmittel) haben
  • Maßnahmen, die für den Einsatz von Medikamenten zur Gewichtsabnahme, Nahrungsergänzungsmitteln sowie extrem kalorienreduzierter Kost werben

Was versteht man unter Rehabilitationssport?

Rehasport ist ein ärztlich verordnetes Sportprogramm. Menschen mit Behinderung können Rehasport als Eingliederungshilfe nutzen. Grundsätzlich kommt Rehabilitationssport bei jeder Art von Einschränkung infrage. Ganz gleich, ob angeboren oder als gesundheitliche Folge von einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder einer chronischen Erkrankung.Rehabilitationssport gibt es auf Rezept. Er wird vom Arzt verordnet und muss von der Krankenkasse bewilligt werden. Dazu stellt der Patient einen Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport. Die Teilnahme am Rehasport wird von der Kasse komplett übernommen. Ziel von Rehasport ist es, Patientenmöglichst dauerhaft wieder in die Gesellschaft und das Arbeitsleben einzugliedern. Rehasport soll:

  • den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen
  • die Beschwerden mindern
  • die Arbeitsfähigkeit wiederherstellen
  • Betroffene psychisch stabilisieren und aufbauen
  • die Leistungsfähigkeit, die Ausdauer und die Belastbarkeit steigern
  • Betroffene dauerhaft in das Arbeitsleben und in die Gesellschaft eingliedern
  • Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Auf der Seite des Deutschen Behindertensportverbandes finden Sie Rehasportgruppen in Ihrer Nähe.

Wie lange dauert die Genehmigung für Rehasport?

Nur mit einer Genehmigung der Krankenkasse werden die Kosten für den Rehasport übernommen. Generell versuchen die Krankenkassen einen Antrag auf Rehasport so schnell wie möglich zu bearbeiten. Fragen Sie in Ihrer zuständigen Geschäftsstelle, wie der Stand der Bearbeitung ist. Achtung: Sie müssen nach der Genehmigunginnerhalb von sechs Monatenmit dem Rehabilitationssport beginnen, sonst verliert der genehmigte Antrag seine Gültigkeit.