Geistig Fit bleiben – trainieren Sie Ihr Gedächtnis mit Gefühl

Gehirnjogging, Sudoku, Gedichte auswendig lernen – können Sie alles machen, wenn es Ihnen Spaß macht. Aber mehr bringt ein insgesamt gesunder Lebensstil, der Herz & Hirn fit hält. Was Sie sonst noch für Ihre geistige Gesundheit tun können? Wir haben Tipps aus der neuesten Forschung für Sie gesammelt.

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, und beides am besten bis ins hohe Alter – wer hätte das nicht gern? Aber natürlich ist auch unser Gehirn Alterungsprozessen unterworfen. Wir können Alzheimer bekommen oder eine andere degenerative Gehirnerkrankung – bis zu 20 Prozent aller 75- bis 80jährigen sind davon betroffen. Vor einem drohenden Gedächtnisverlust kann man sich allerdings bis zu einem gewissen Grad schützen. Durch einen gesunden Lebensstil, eine große geistige Reserve, aber auch, indem man sich immer wieder Anregungen außerhalb der eigenen vier Wände holt. Experten sprechen von „Erinnerungen durch Gefühle“. Und wenn man dann dennoch imSupermarkt den Joghurt vergisst? Ist ein Einkaufszettel die Lösung.

Geistig fit durch emotionale, positive Erinnerungen

Je älter wir werden, desto wichtiger werden Erinnerungen. Vor allem an die Menschen, die für uns dawaren und sind. „Unser Gehirn ist ein Beziehungsorgan“, sagt Markus Preiter, Leiter der Memory Clinic in Hamburg-Harburg. „Der Kontakt mit anderen regt uns an und hält uns geistig fit.“ Damit ist schon das Wichtigste genannt, was Sie für Ihr Gedächtnis im Alter tun können: Ihre Kontakte und Beziehungen pflegen und sich mit anderen Menschen austauschen. Also raus aus dem Fernsehsessel und intensiv empfinden – das ist einer der besten Tipps gegen Vergesslichkeit.

Übrigens: Menschen, die sehr viel wissen und eine große kognitive Reserve haben, können zwar auchan Alzheimer erkranken. Aber ihr größeres Geistespotenzial führt häufig dazu, dass sie die Folgen derErkrankung nicht so schnell und nicht so heftig zu spüren bekommen.

10.000 Schritte für ein besseres Gedächtnis?

Tatsächlich hält Bewegung auch unser Gehirn fit – obwohl es kein Muskel ist. Übergewicht und Bewegungsmangel hingegen führen nicht nur zu einem Diabetes 2, sondern unter Umständen auch in die Demenz. Die lässt sich aber mit einem gesunden Lebensstil um fünf bis zehn Jahre hinauszögern, sagen Studien. Die berühmten 10.000 Schritte am Tag müssen es aber nicht unbedingt sein, zwei- bis dreimal in der Woche eine Runde Sport oder ein flotter Spaziergang (möglichst täglich)reichen aus.

Gut koordiniert und immer in Balance bleiben

Alles, was Koordination und Balance trainiert, ist eine Herausforderung und damit ein gutes Training für unser Gehirn – zum Beispiel Tanzen oder rhythmische Gymnastik, wie sie die meisten Sportvereine anbieten. Super sind auch Übungen aus der Life Kinetik, bei der unterschiedliche Hirnbereiche stimuliert werden. Life Kinetik ist ziemlich anspruchsvoll, am besten sehen Sie sich die Übungen im Internet an. Gegenläufige Bewegungen – zum Beispiel ein Kreisen der Arme gegeneinander – sind ebenfalls ein gutes Training und auch fernöstliche Kampftechniken oder Yoga.

Ändern Sie Gewohnheiten und machen Sie mal was anderes

Immer mit dem rechten Fuß aufstehen, am selben Platz am Tisch sitzen und den Abend regelmäßig vor dem Fernseher verbringen – feste Gewohnheiten tun uns gut, aber sie ermüden das Gehirn. Probieren Sie einmal etwas Neues aus, damit sich ihr Gehirn weiterentwickeln kann. Neue Nervenzellen im Gehirn entstehen sogar noch mit 90 Jahren. Bereits kleine Veränderungen genügen: wählen Sie einen anderen Weg in die Stadt, kaufen Sie mal in einem anderen Lebensmittelmarkt ein, machen Sie eine Senioren-Kurzreise mit einem Bus, die gibt es schon sehr günstig. Oder gehen Sie aufein Mitsingkonzert – in Magdeburg und Dessau gibt es entsprechende Angebote. Musik erhöht die Konzentration und die Merkfähigkeit des Gehirns.

Wann ist eine Gedächtnissprechstunde sinnvoll?

Bis zu einem gewissen Grad ist Vergesslichkeit im Alltag normal. Dennoch sollten Sie aufhorchen, wenn Sie immer mehr vergessen und Ihre Freunde oder Familie Sie darauf hinweisen. Eine normale Altersvergesslichkeit geht mit leichten kognitiven Einschränkungen einher und schreitet in der Regel nicht fort. Eine demenzielle Entwicklung tut das sehr wohl. Melden Sie sich bei einer Gedächtnissprechstunde an oder fragen Sie Ihren Arzt. Eine Memory Clinic in Ihrer Nähe finden Sie im Internet: http://www.hirnliga.de/frueh-erkennung

E-Bikes - für den schmalen Geldbeutel

Der Markt für Elektrofahrräder boomt. Kein Wunder, dass inzwischen jedes vierte neu gekaufte Fahrrad einen Elektroantrieb hat. E-Bikes erweitern unsere Mobilität und eröffnen uns viele neue Möglichkeiten. Wir stellen Ihnen hier fünf bezahlbare E-Bikes vor.

Ein E-Bike hat viele Vorteile. Mit ihm kommen selbst Untrainierte auf bergigem Terrain mit Gegenwind nicht so schnell aus der Puste. Leistungsunterschiede in der Gruppe lassen sich spielend ausgleichen. Außerdem kann man mit einem E-Bike ohne Parkplatzsorgen bequem shoppen. Und die Einkäufe fahren sich fast von alleine nach Hause.

Welche E-Bikes gibt es?

E-Citybikes mit Tiefeinstieg, E-Trekkingräder, E-Mountainbikes – die Auswahl an E-Bikes ist groß. Wenn wir umgangssprachlich von einem E-Bike sprechen, meinen wir eigentlich ein Pedelec (Pedal Electric Cycle). Mit einem Pedelec können Sie alle Wege befahren, die auch für normale Fahrräder erlaubt sind. Für die schnelleren E-Bikes und S-Pedelecs gelten andere Verkehrsregeln (siehe Kasten). Viele namhafte Hersteller bringen jedes Jahr neue, leistungsstarke Modelle auf den Markt.

Was sollten Sie beim Kauf eines E-Bikes beachten?

Gute Qualität hat natürlich ihren Preis. Ein hochwertiges E-Bike bekommen Sie nicht unter 1.800 Euro. Kleinere Klappräder und einfache Fahrräder für den Alltag gibt es schon ab 1.000 Euro. Discounter und Onlinehändler bieten sogar noch günstigere Modelle an. Echte Schnäppchen finden Sie auch im Schlussverkauf oder bei gebrauchten E-Bikes. Käufer müssen bei erschwinglichen E-Bikes natürlich Abstriche bei der Ausstattung und Leistung machen. Wie viel Geld jeder persönlich ausgeben möchte, hängt von den individuellen Ansprüchen an Leistung und Komfort und natürlich der geplanten Nutzung ab. (Hand aufs Herz: Die wenigsten von uns fahren täglich 100 Kilometer.) Fahren Sie vor dem Kauf unbedingt verschiedene Modelle Probe. Vielleicht haben Sie Bekannte, die bereits E-Bike fahren? In zahlreichen Städten und Urlaubsregionen gibt es zudem E-Bike-Verleihstationen. Dort können Sie verschiedene Modelle testen.

Folgende Fragen helfen Ihnen bei der Auswahl eines E-Bikes:

  • Brauche ich einen tiefen Einstieg, starken Motor, viel Reichweite?
  • Muss das Fahrrad möglichst leicht sein, weil ich es in den Keller tragen muss?
  • Sitze ich bequem?
  • Kann ich den Akku schnell austauschen?
  • Lädt sich der Akku schnell auf?
  • Wie viele Gänge benötige ich?
  • Wie stabil ist das Fahrrad?
  • Wie gut sind die Bremsen?