So gesund ist Schwimmen

Schwimmen hält fit, beweglich und es macht gute Laune. Die vielen positiven Gesundheitseffekte machen den Sport einfach zum perfekten Ausdauertraining.

Schwimmen ist gesund! Eine halbe Stunde Brustschwimmen trainiert die Beine etwa so effektiv wie eine Stunde Radfahren. Wer verschiedene Schwimmtechniken variiert, fördert die Koordination. Schwimmen ist die einzige Sportart, die bis ins hohe Alter machbar ist. Ein paar Bahnen genügen, um den Kopf freizubekommen und negative Gedanken abzustreifen. Lesen Sie hier, warum Schwimmen (neben Fahrad fahren) der beste Sport der Welt ist.

Wie gesund ist Schwimmen?

Schwimmen hat viele gesundheitliche Vorteile. Es kann dabei helfen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen und den Cholesterinspiegel zu senken. Denn beim Schwimmen können wir alters- oder krankheitsbedingte Leistungseinbußen besonders gut kompensieren. Wer regelmäßig dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde lang schwimmt, profitiert am meisten von den vielen gesundheitlichen Vorteilen des Schwimmens.

  • Gut fürs Herz: Schwimmen erhöht die Leistungsfähigkeit unseres Herz-Kreislauf-Systems und reduziert das Risiko für koronare Herz-Krankheiten. Der Wasserdruck regt die Durchblutung der Haut an und verbessert den Stoffwechsel. Das macht Schwimmen zum idealen Ausdauersport. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Herz stärken.

  • Extrabonus für die Muskeln: Gleichzeitig mobilisiert Rückenschwimmen die Wirbelsäule und trainiert alle stützenden Muskeln.

  • Schont die Gelenke: Im Wasser sinkt die Belastung der Gelenke um rund 90 Prozent. Deshalb ist Schwimmen auch für Menschen mit Übergewicht oder Arthrose gut geeignet. Kraulen eignet sich besonders gut bei Problemen mit den Hüft- oder Kniegelenken.

  • Stärkt die Abwehr: Wie jede Ausdauersportart stärkt Schwimmen die Abwehrkräfte und macht uns resistenter gegen Infekte.

  • Energieverbrauch hilft beim Abnehmen: Während wir schwimmen, gibt unser Körper Wärme ans Wasser ab. Dadurch verbrennen wir beim Schwimmen besonders viele Kalorien.

  • Stärkt die Atemmuskulatur: Der gleichmäßige Atemrhythmus beim Schwimmen kräftigt die Atemmuskulatur.

  • Möglich auch bei Asthma: Schwimmen ist als Sportform auch bei Asthma geeignet.

  • Wenig Risiken: Für Freizeitschwimmer besteht – vorausgesetzt die Technik stimmt – keine Gefahr, sich zu verletzen oder zu überlasten.

  • Steigert die Laune: Ausdauerschwimmen hat eine stimmungsaufhellende Wirkung. Durch den Ausstoß von Endorphinen hilft es sogar gegen Depressionen.

  • Guter Rehasport: Beim Schwimmen arbeiten die Muskeln intensiv gegen den Widerstand des Wassers. Das macht das Training von Kopf bis Fuß auch bei Reha-Maßnahmen besonders intensiv.

  • Beugt Krankheiten vor: Regelmäßiges Schwimmen hat einen positiven Einfluss auf viele verschiedene Krankheiten.

Wie für alle Sportarten gilt auch fürs Schwimmen: zuerst die Technik lernen und langsam anfangen. Viele örtliche Vereine oder der DLRG bieten günstige Schwimmkurse an. Vorsicht bei Herzschwäche: Patienten mit Herzinsuffizienz sollten nur unter ärztlicher Anleitung schwimmen.

Was ist eine gute Herzfrequenz beim Schwimmen?

Ärzte empfehlen, beim Schwimmtraining die Belastung nicht zu übertreiben und den optimalen Puls einzuhalten. Kontrollieren können Sie die Intensität Ihres Trainings über den Belastungspuls, zum Beispiel mit einer wasserdichten Pulsuhr. Messen sollten Sie spätestens zehn Sekunden nach Trainingsende, denn der Puls fällt danach steil ab.

Für Untrainierte gilt als Faustformel für eine optimale Herzfrequenz 180 minus Lebensalter. Leistungssportler rechnen 220 minus Lebensalter. Lassen Sie sich vor jedem intensiven Training vom Arzt untersuchen und gegebenenfalls ein Belastungs-EKG durchführen.

Belastungspuls nach Alter

Alter         Maximalpuls     Anfänger    Geübte     Trainierte

20             200                   120             140          160
30             190                   114             133          152
40             180                   108             126          144
50             170                    102            119          136
60             160                     96             112          128
70             150                     90             105          120

 

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch beim Schwimmen pro Stunde?

Je nach Belastungsintensität verbrauchen Sie pro Stunde Schwimmen etwa 480 Kilokalorien. Wenn Sie die maximale protektive Wirkung von Ausdauersportarten wie Schwimmen nutzen möchten, sollten Sie optimalerweise 2.000 Kilokalorien pro Woche verbrauchen,

Wie schneidet Schwimmen beim Kalorienverbrauch im Vergleich zu anderen Sportarten ab?

Beim Schwimmen unterscheidet sich der Kalorienverbrauch je nach Schwimmart, Geschlecht, Gewicht und Schwimmtempo.

Vergleich Kalorienverbrauch Sportarten

Sportart                                         durchschnittlicher Kalorienverbrauch pro Stunde

Kalorienverbrauch Radfahren        600 kcal
Kalorienverbrauch Schwimmen     480 kcal
Kalorienverbrauch Wandern          320 kcal
Kalorienverbrauch Joggen             840 kcal
Kalorienverbrauch Krafttraining      380 kcal
Kalorienverbrauch Walking             560 kcal