So gesund ist Radfahren

Radfahren macht fit, schlank und sorgt für gute Laune. Die vielen positiven Gesundheitseffekte machen Fahrradfahren zum perfekten Ganzkörpertraining.

„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad“, wusste schon Adam Opel, der Gründervater der deutschen Automobilfirma. Und er hatte recht. Es gibt kaum ein Fortbewegungsmittel, das so viel Freude bereitet, wie das Fahrrad. Doch im Fahrradfahren steckt noch mehr Potential. Lesen Sie hier, warum Sie jeden Tag eine kleine Fahrradtour machen sollten.

Wie gesund ist Radfahren?

Radfahren ist ein echtes Allheilmittel. Warum das so ist, verraten wir Ihnen gerne:

Fahrradfahren ist gut fürs Herz

Regelmäßiges Radeln bringt unseren Kreislauf in Schwung. Es verbessert die Durchblutung, fördert den Sauerstoffaustausch und kräftigt unsere Herz- und Atemmuskulatur. Unser Herz kann in der Folge ökonomischer arbeiten und wird weniger belastet. Radeln reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen inklusive Herzinfarkt um mehr als 50 Prozent. Außerdem stärkt Fahrradfahren unser Immunsystem.

Radfahren hilft beim Abnehmen

Radeln regt den Fettstoffwechsel an. Je länger wir Fahrrad fahren, umso mehr purzeln die Pfunde. Außerdem verbessert Ausdauersport unsere Cholesterinwerte und schützt uns vor Krankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Typ-2-Diabetes.

Radeln trainiert die Muskeln

Fahrradfahren kräftigt nicht nur unsere Fuß- und Beinmuskeln, sondern auch die Muskulatur im Bereich des unteren Rückens, der Lendenwirbelsäule und dem Ilio-Sakral-Gelenk. Der asymmetrische Reiz durch die Tretbewegung stimuliert die kleinen Muskeln an den Wirbelkörpern, die wir bei anderen Sportarten nur schwer erreichen können. Optimalerweise radeln Sie mit gebeugtem Oberkörper. So gerät die Rückenmuskulatur unter Vorspannung und stabilisiert den Rumpf.

Fahrradfahren kann jeder

Beim Fahrradfahren wird das Körpergewicht zu fast 70 Prozent vom Sattel getragen. Das macht die Sportart auch für Menschen mit Übergewicht attraktiv. Jeder kann nach seinem Tempo die Leistung steigern und den Fettstoffwechsel anregen, ohne den passiven Bewegungsapparat zu überfordern.

Radeln ist das perfekte Ausdauertraining

Unser Fettstoffwechsel lässt sich besonders gut durch moderates Ausdauertraining im aeroben Bereich ankurbeln. Radfahren ist als Ausdauersport besonders gut geeignet, da die Belastung auf den Körper und die Gelenke im Vergleich zu anderen Sportarten wesentlich geringer ausfällt. Die besten gesundheitlichen Effekte erzielen Sie, wenn das Trainingsprogramm individuell auf Sie abgestimmt ist.

Radeln macht gute Laune

Längere Fahrradfahrten entspannen den Geist und die Seele. Die gleichmäßige Bewegung hat eine erstaunlich beruhigende Wirkung. So hilft Fahrradfahren, Stress und Ängste abzubauen. Weiteres Plus: Nach 30 bis 40 Minuten Fahrradfahren schüttet unser Körper Glückshormone aus. Das stärkt die Psyche und kann bei Depressionen helfen.

 Was ist eine gute Herzfrequenz beim Fahrradfahren?

Ärzte empfehlen, beim Fahrradtraining den optimalen Puls einzuhalten und die Belastung nicht zu übertreiben. Über den Belastungspuls können Sie die Intensität Ihres Trainings kontrollieren. Messen können Sie Ihre Herzfrequenz beispielsweise mit einer Pulsuhr. Und zwar spätestens zehn Sekunden nach Trainingsende, denn der Puls fällt danach steil ab. Für Untrainierte gilt als Faustformel für eine gute Herzfrequenz 180 minus Lebensalter. Sehr gut trainierte Sportler rechnen 220 minus Lebensalter. Grundsätzlich sollten Sie sich vor jedem intensiven Training vom Arzt untersuchen und gegebenenfalls ein Belastungs-EKG durchführen lassen.

Belastungspuls nach Alter

Alter       Maximalpuls       Anfänger       Geübte       Trainierte

20          200                     120                140              160
30          190                     114                133              152
40          180                     108                126              144
50          170                     102                119              136
60          160                      96                 112              128
70          150                      90                 105              120

 

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch beim Radfahren pro Stunde?

Je nach Belastungsintensität verbrauchen wir pro Stunde Fahrradfahren 600 bis 800 Kilokalorien. Bei einer zweistündigen Fahrradtour kommen wir auf 1.200 bis 1.600 Kilokalorien. Ehrgeizige Radler sollten optimalerweise 2.000 Kilokalorien pro Woche verbrauchen, wenn Sie eine maximale protektive Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nutzen wollen.

Wie schneidet Radfahren beim Kalorienverbrauch im Vergleich zu anderen Sportarten ab?

Der individuelle Kalorienverbrauch beim Radfahren unterscheidet sich je nach Geschlecht, Gewicht und Tempo. Im Vergleich zu anderen Sportarten verbrauchen wir beim Radfahren relativ viele Kalorien.

Vergleich Kalorienverbrauch Sportarten

Sportart                                       durchschnittlicher Kalorienverbrauch pro Stunde

Kalorienverbrauch Radfahren       600 kcal
Kalorienverbrauch Schwimmen    480 kcal
Kalorienverbrauch Wandern         320 kcal
Kalorienverbrauch Joggen            840 kcal
Kalorienverbrauch Krafttraining     380 kcal
Kalorienverbrauch Walking           560 kcal