LDL Cholesterin - was ist das?

LDL-Cholesterin transportiert Cholesterin von unserer Leber in die Zellen. Das Liptoprotein hat einen hohen Cholesterinanteil. Und der kann Probleme bereiten.Ein hoher Cholesterinspiegel zählt zu den Hauptrisiken für Herzinfarkt und Schlaganfall. Umso wichtiger ist es, die eigenen Cholesterinwerte zu kennen und im Blick zu behalten. Für unsere Gesundheit entscheidend ist das Verhältnis zwischen HDL- und LDL-Cholesterin.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein Blutfett. Der Name kommt aus dem Griechischen. Übersetzt heißt Cholesterin „Galle“ (griechisch „Chole“). Cholesterin ist für uns lebenswichtig. Wir brauchen Cholesterin, um Gallensäure für die Fettverdauung oder Vitamin D zu produzieren. Unsere Körperzellen bauen mit Hilfe von Cholesterin ihre äußere Hülle, die Zellmembran, auf. Die Geschlechtsorgane bilden mit dem Blutfett weibliche und männliche Hormone. Drei Viertel der Cholesterine, die wir benötigen, stellt unsere Leber selbst her. Nur ein Viertel nehmen wir über unsere Nahrung (tierische Fette) auf.

Cholesterin löst sich nicht im Blut. Um das Cholesterin zu den Körperzellen zu transportieren, verpackt unser Körper es deshalb in kleine transportfähige Eiweiß-Päckchen, die sogenannten Lipoproteine. Diese bestehen, wie der Name verrät, aus Fett (Lipid) und Eiweiß (Protein). Lipoproteine gibt es in unterschiedlicher Dichte. Die wichtigsten Untergruppen sind:

  • Lipoproteine hoher Dichte (HDL-Cholesterin)
  • Lipoproteine niedriger Dichte (LDL-Cholesterin) und
  • Lipoproteine sehr niedriger Dichte (VLDL)

Entscheidend ist die Art und die Menge der entsprechenden Lipoproteine im Blut. Etwa 60 bis 70 Prozent des Cholesterins in unserem Blut liegt als LDL vor.

LDL-Cholesterin –was ist das?

LDL steht für Low Density Lipoprotein. Das bedeutet „Cholesterin niedriger Dichte“. Die LDL-Päckchen transportieren Cholesterin zu den verschiedenen Organen unseres Körpers. Dort wird das LDL-Cholesterin über Rezeptoren in die Zellen geschleust. Ist das Cholesterinpäckchen größer als die Aufnahmekapazität der Zelle, wird das überschüssige Cholesterin ins Blut abgegeben. Dort lagert es sich an den Gefäßwänden ab. Mit der Zeit verengen sich dadurch die Blutgefäße und es entwickelt sich eine Atherosklerose. Diese Ablagerungen (auch Plaques) können sich irgendwann von der Zellwand lösen und platzen. Als Folge können sich kleinere Blutgefäße verschließen und es entsteht eine Thrombose. Das kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Was sagt LDL-Wert aus?

Der Wert sagt aus, wie viel LDL-Cholesterin sich im Blut befindet. Dieser Wert ist besonders wichtig, weil der Arzt damit das Atherosklerose-Risiko abschätzen kann. Bei Verdacht auf eine Fettstoffwechselstörung wird der Wert ebenfalls bestimmt.

Wie hoch darf der LDL-Wert sein?

Der LDL-Cholesterinwert sollte im Blut möglichst niedrig sein. Bei gesunden Kindern sollte der LDL-Cholesterinwert unter 110 mg/dl liegen, bei Erwachsenen unter 115 mg/dl. Diese Richtwerte gelten nicht für Patienten mit bereits bestehenden Gefäßerkrankungen

Normwerte LDL-Cholesterin

Alter                          Normwert

Kinder                      < 110 mg/dl (entspricht 2,85 mmol/l)

Männer/Frauen        < 115 mg/dl (entspricht 3 mmol/l)

Was ist gutes und was ist schlechtes Cholesterin?

LDL-Cholesterin lagert sich in den Wänden der Blutgefäße ein und kann dort Entzündungen verursachen. LDL-Cholesterin gilt als wesentlicher Verursacher von Arterienverkalkung. Die Folgen können gravierend sein: Herzinfarkt oder Schlaganfall. Vereinfachend wird deshalb LDL-Cholesterin häufig als „schlechtes“ Cholesterin und HDL-Cholesterin als „gutes“ Cholesterin bezeichnet.

Welche Lebensmittel senken Cholesterinwerte?

Es gibt verschiedene Lebensmittel, die die Gefäße schützen und die Cholesterinwerte senken. Zu den empfohlenen Nahrungsmitteln bei erhöhtem Cholesterinspiegel zählen:

  • Haferflocken und Kartoffeln: Beide enthalten besonders viele lösliche Ballaststoffe, die das Cholesterin binden und dadurch den Cholesterinspiegel zu senken.
  • Obst und Gemüse: Die Ballaststoffe in Obst und Gemüse schützen die Gefäße. Birnen und Äpfel enthalten den Ballaststoff Pektin, und der ist ein nachgewiesener Cholesterinsenker.
  • Hülsenfrüchte: Die in Kichererbsen & Co. enthaltenen Saponine sollen Cholesterin binden.
  • Roher Knoblauch: Den schwefelhaltigen Verbindungen im Knoblauch wird ein cholesterinsenkender Effekt nachgesagt. Die Studienlage ist jedoch nicht eindeutig.
  • Walnüsse: Täglich eine Handvoll Nüsse kann eine positive Wirkung auf die Blutfettwerte haben.
  • Pflanzenöle: Pflanzliche Öle enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren. Und diese senken den Cholesterinspiegel (Ausnahme Palmöl). Besonders viel ungesättigte Fettsäuren sind in Raps-, Hanf- und Leinöl.
  • Schokolade: Dunkle Schokolade (85 Prozent Kakaoanteil) gilt als Cholesterinsenker.
  • Fetter Seefisch: Lachs, Makrele und Hering punkten mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren.
  • Tomaten: Der Pflanzenstoff Lycopin in Tomaten soll Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen